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Peter Pakesch an Herbert Brandl

"Lieber Herbert,

nachdem Malerei etwas mit Licht zu tun hat, ist mir eine ganz wichtige Parallele zwischen Deiner Arbeit und der von Adrian aufgefallen. Das ist die Reduktion des Lichts, die gelegentlich angestrebt wird. Von Adrian habe ich vor einiger Zeit eine Ausstellung in Genf gesehen, bei der graue Platten in einem Raum mit schwachem Seitenlicht zu sehen waren. Das war vor einem Jahr, also zu einer Zeit mit wenig Tageslicht. Der Morgen, an dem ich die Ausstellung sah, war besonders dunkel. Dieses Licht, das von keiner künstlichen Beleuchtung beeinträchtigt wurde, war sehr beeindruckend. Als ich im Herbst bei Dir im Atelier war, war es ähnlich. Kein künstliches Licht, es wurde gerade dunkel, wir konnten die Bilder kaum mehr erkennen. Und doch war es fast so, als ob man noch mehr sah. Ich glaube, dass das für die Farbe ganz wichtig ist. Hier kommt etwas in die Malerei, passiert etwas mit dem Tafelbild, was in den Lichtinstallationen von Wheeler bis Eliasson angesprochen wird und was bei Adrian und Dir wieder auf den Bildträger zurückkommt. Diese eigenartige Fahlheit, die leuchtet und die Licht ganz neu definiert. Es ist ein Licht, das ganz weit entfernt vom Leuchten impressionistischer Bilder ist, das auch das Nachbild einer hell erleuchteten Stadt sein kann. Eine Lichtlandschaft, eine Natur, die es nicht mehr gibt, die nur die Malerei wieder herstellen kann."

Peter Pakesch

Aus Katalog: Herbert Brandl, Adrian Schiess, Galerie nächst St. Stephan – Rosemarie Schwarzwälder, Wien 1997

Peter Pakesch ist Intendant des Museums Joanneum und des Kunsthauses Graz

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Biografie
Bibliografie
Peter Pakesch an Herbert Brandl
Julian Heynen über Herbert Brandl
Herbert Brandl im österreichischen Pavillon 2007
Herbert Brandl im Gespräch mit Hans Ulrich Obrist
Achille Bonito Oliva über Herbert Brandl
Martin Prinzhorn über die Malerei von Herbert Brandl
Norman Rosenthal über Herbert Brandl
Interview mit Herbert Brandl (Mai 2007)
Gespräch mit Herbert Brandl im November 2007


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