Gespräch mit Herbert Brandl im November 2007
Robert Fleck: Gestern wurden die Bilder in Venedig abgehängt und verpackt. Bei grauem Himmel und Regen war dies ein wenig traurig. Wenn man jetzt Deine Ausstellung in Innsbruck betritt und die neuen Bilder sieht, die nach der Biennale entstanden sind, so sagt man sich: "Es ging bei Dir nach der Biennale ungebremst weiter, und genauso dynamisch!" Oft haben Künstler ja nach der Biennale eine schwierige Zeit. Du hast dagegen an die Bilder für Venedig nahtlos angeknüpft.
Herbert Brandl: Ich war tatsächlich nicht "erschöpft" durch die Eröffnung der Biennale, denn da hatte ich ja nicht wirklich Stress, sondern ich war total fertig. Da ich im Oktober 2006 meine geplanten Ausstellungen verschieben konnte, hatte ich mir eine freie Bahn. mehr
Interview mit Herbert Brandl (Mai 2007)
Robert Fleck: Unter Deinen Bildern für Venedig ist ein abstraktes Gemälde mit einer „verrückten“ Farbkombination: rot, gelb und violett. Es erinnert mich an einen Sonnenuntergang. Ist eine solche Interpretation erlaubt?
Herbert Brandl: Es ist ein Sonnenaufgang. (Lachen) Morgenröte.
RF: Du siehst Dir vor dem Malen oft Fotos an. Gab es auch hier eine Anregung?
HB: Ja. Es waren allerdings Fotos von einem Sonnenuntergang. Das Bild wurde dann beim Malen zu einem Sonnenaufgang. Die Fotos entstanden im Norden von Lanzarrotte, von einer Steilklippe, auf das Meer hinaus. Es hat mich immer wieder gereizt, diese Fotos zu verarbeiten. Ich habe sie aber natürlich nicht abgemalt. Das ist wie aus dem Augenwinkel gesehen. mehr
Herbert Brandl im österreichischen Pavillon 2007
Herbert Brandl hat seit über zwanzig Jahren ein malerisches Werk von internationaler Dimension geschaffen, das wie kaum ein anderes die Möglichkeiten der Farbe auslotet und sowohl im figurativen Bereich wie auch in der Abstraktion eine Reihe bedeutender Beiträge zur Ikonographie und zur Malereidiskussion der Gegenwart leistet. mehr
Biografie
1959 in Graz geboren
1978 Hochschule für angewandte Kunst, Wien (Prof. Tasquil, Prof. Weibel)
lebt und arbeitet in Wien
seit 2004 Professor / Kunstakademie Düsseldorf mehr
Bibliografie
Monographien
Kataloge zu Ausstellungsbeteiligungen
Künstlerbücher mehr
Herbert Brandl im Gespräch mit Hans Ulrich Obrist
Anläßlich seiner Retrospektive in der Neuen Galerie am Landesmuseum Joanneum in Graz im Jahr 2002 sprach Hans Ulrich Obrist mit Herbert Brandl über das Bildermalen und das Verhältnis zur Umwelt. mehr
Norman Rosenthal über Herbert Brandl
"Landschaftsmalerei, die auf abstrakte Prinzipien zurückgeht, die Stimmung durch die mit der Kraft eines Sturmes ganz von alleine über die Leinwand fegenden Farben erzeugt. mehr
Martin Prinzhorn über die Malerei von Herbert Brandl
ZWISCHEN DEN BEREICHEN
HERBERT BRANDLS MALEREI DER ÜBERGÄNGE
Obwohl unverkennbar, ist das Oeuvre von Herbert Brandl an seinen Oberflächen sehr verschieden. Es bewegt sich zwischen traditionellen Figuren wie Blumen, Landschaften oder Bergen und ungegenständlichen Texturen und Flächen genauso wie zwischen fast skulpturartigen Massen an Ölfarbe und aquarellartigen, fast materielosen Farbtönen oder riesigen, schwarzweißen Tuscharbeiten auf Papier. mehr
Achille Bonito Oliva über Herbert Brandl
„Brandl agiert mittels abstrakter Formen, die entspannte Ruhe entstehen lassen, was durch Ausbreitung von Farbflächen erreicht wird, die das Blickfeld mit einer gegen die Ränder zunehmenden Spannung füllen und die Möglichkeit einer Überschreitung des Bildrahmens ankündigen. mehr
Julian Heynen über Herbert Brandl
„Die Bilder von Herbert Brandl sind ständig in der Gefahr, abzurutschen und wegzugleiten. Was in ihnen fließt und beiseite gewischt wird, ist nicht nur die Farbe. Es ist die Intention, das Bild zu malen, die sich hier – scheinbar – in der bloßen Handhabung des Materials vergisst. mehr
Peter Pakesch an Herbert Brandl
„Lieber Herbert,
nachdem Malerei etwas mit Licht zu tun hat, ist mir eine ganz wichtige Parallele zwischen Deiner Arbeit und der von Adrian aufgefallen. Das ist die Reduktion des Lichts, die gelegentlich angestrebt wird. mehr
Robert Fleck: Gestern wurden die Bilder in Venedig abgehängt und verpackt. Bei grauem Himmel und Regen war dies ein wenig traurig. Wenn man jetzt Deine Ausstellung in Innsbruck betritt und die neuen Bilder sieht, die nach der Biennale entstanden sind, so sagt man sich: "Es ging bei Dir nach der Biennale ungebremst weiter, und genauso dynamisch!" Oft haben Künstler ja nach der Biennale eine schwierige Zeit. Du hast dagegen an die Bilder für Venedig nahtlos angeknüpft.
Herbert Brandl: Ich war tatsächlich nicht "erschöpft" durch die Eröffnung der Biennale, denn da hatte ich ja nicht wirklich Stress, sondern ich war total fertig. Da ich im Oktober 2006 meine geplanten Ausstellungen verschieben konnte, hatte ich mir eine freie Bahn. mehr
Interview mit Herbert Brandl (Mai 2007)
Robert Fleck: Unter Deinen Bildern für Venedig ist ein abstraktes Gemälde mit einer „verrückten“ Farbkombination: rot, gelb und violett. Es erinnert mich an einen Sonnenuntergang. Ist eine solche Interpretation erlaubt?
Herbert Brandl: Es ist ein Sonnenaufgang. (Lachen) Morgenröte.
RF: Du siehst Dir vor dem Malen oft Fotos an. Gab es auch hier eine Anregung?
HB: Ja. Es waren allerdings Fotos von einem Sonnenuntergang. Das Bild wurde dann beim Malen zu einem Sonnenaufgang. Die Fotos entstanden im Norden von Lanzarrotte, von einer Steilklippe, auf das Meer hinaus. Es hat mich immer wieder gereizt, diese Fotos zu verarbeiten. Ich habe sie aber natürlich nicht abgemalt. Das ist wie aus dem Augenwinkel gesehen. mehr
Herbert Brandl im österreichischen Pavillon 2007
Herbert Brandl hat seit über zwanzig Jahren ein malerisches Werk von internationaler Dimension geschaffen, das wie kaum ein anderes die Möglichkeiten der Farbe auslotet und sowohl im figurativen Bereich wie auch in der Abstraktion eine Reihe bedeutender Beiträge zur Ikonographie und zur Malereidiskussion der Gegenwart leistet. mehr
Biografie
1959 in Graz geboren1978 Hochschule für angewandte Kunst, Wien (Prof. Tasquil, Prof. Weibel)
lebt und arbeitet in Wien
seit 2004 Professor / Kunstakademie Düsseldorf mehr
Bibliografie
Monographien
Kataloge zu Ausstellungsbeteiligungen
Künstlerbücher mehr
Herbert Brandl im Gespräch mit Hans Ulrich Obrist
Anläßlich seiner Retrospektive in der Neuen Galerie am Landesmuseum Joanneum in Graz im Jahr 2002 sprach Hans Ulrich Obrist mit Herbert Brandl über das Bildermalen und das Verhältnis zur Umwelt. mehr
Norman Rosenthal über Herbert Brandl
"Landschaftsmalerei, die auf abstrakte Prinzipien zurückgeht, die Stimmung durch die mit der Kraft eines Sturmes ganz von alleine über die Leinwand fegenden Farben erzeugt. mehr
Martin Prinzhorn über die Malerei von Herbert Brandl
ZWISCHEN DEN BEREICHEN
HERBERT BRANDLS MALEREI DER ÜBERGÄNGE
Obwohl unverkennbar, ist das Oeuvre von Herbert Brandl an seinen Oberflächen sehr verschieden. Es bewegt sich zwischen traditionellen Figuren wie Blumen, Landschaften oder Bergen und ungegenständlichen Texturen und Flächen genauso wie zwischen fast skulpturartigen Massen an Ölfarbe und aquarellartigen, fast materielosen Farbtönen oder riesigen, schwarzweißen Tuscharbeiten auf Papier. mehr
Achille Bonito Oliva über Herbert Brandl
„Brandl agiert mittels abstrakter Formen, die entspannte Ruhe entstehen lassen, was durch Ausbreitung von Farbflächen erreicht wird, die das Blickfeld mit einer gegen die Ränder zunehmenden Spannung füllen und die Möglichkeit einer Überschreitung des Bildrahmens ankündigen. mehr
Julian Heynen über Herbert Brandl
„Die Bilder von Herbert Brandl sind ständig in der Gefahr, abzurutschen und wegzugleiten. Was in ihnen fließt und beiseite gewischt wird, ist nicht nur die Farbe. Es ist die Intention, das Bild zu malen, die sich hier – scheinbar – in der bloßen Handhabung des Materials vergisst. mehr
Peter Pakesch an Herbert Brandl
„Lieber Herbert,
nachdem Malerei etwas mit Licht zu tun hat, ist mir eine ganz wichtige Parallele zwischen Deiner Arbeit und der von Adrian aufgefallen. Das ist die Reduktion des Lichts, die gelegentlich angestrebt wird. mehr


































