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Geschichte des österreichischen Pavillons an der Biennale in Venedig (Feuilleton März/April 2007) :: Norman Rosenthal über Herbert Brandl :: Reminder: Akkreditierung für die Eröffnungstage

Liebe Kunstfreunde,

Am 8. März 2007 gab Robert Storr, künstlerischer Leiter der 52. Kunstbiennale von Venedig, auf einer Pressekonferenz in Berlin die Künstlerlisten und Ausstellungsplanungen bekannt. Neben Herbert Brandl, dessen Einzelausstellung mit neuen Gemälden den österreichischen Pavillon bespielen wird, sind in der von Robert Storr kuratierten Internationalen Ausstellung der Biennale an österreichischen Künstlern Valie EXPORT, Rainer Ganahl und Franz West vertreten. Alle drei hatten wichtige internationale Ausstellungen im österreichischen Pavillon (1980, 1999 bzw. 1990), was die Bedeutung der Nationalpavillons für das Ansehen der Künstler und des Landes nochmals unterstreicht. Das Feuilleton dieses Newsletter ist der Geschichte des österreichischen Pavillons gewidmet.

Ein markantes Zeichen für die geopolitische Ausrichtung dieser Biennale und des bevorstehenden Kunstsommers ist die sogenannte "Grand Tour 2007", die gleichfalls in der Pressekonferenz in Berlin vorgestellt wurde. Erstmals haben sich die Biennale von Venedig, die Art Basel, die documenta in Kassel und die Skulptur Projekte Münster zusammengeschlossen. Die "Grand Tour 2007" besteht aus Angeboten für Reise und Aufenthalt der Besucher (grandtour2007.com). Vor allem aber bedeutet sie gemeinsame Marketing- und Werbeveranstaltungen der europäischen Großausstellungen in Nord- und Südamerika, dem Mittleren Osten und Asien. Deutlicher kann die Verschiebung der geopolitischen Gewichte innerhalb des weltweiten Kunstgeschehens kaum symbolisiert werden. Statt weiter von einer Konkurrenz zwischen den europäischen Großausstellungen auszugehen, setzt sich die Erkenntnis durch, dass sie nur noch gemeinsam jene kritische Größe repräsentieren, die sich im globalen Wettbewerb der Kunstereignisse durchsetzen kann.

Mit freundlichen Grüßen,
Robert Fleck


Geschichte des österreichischen Pavillons an der Biennale in Venedig (Feuilleton März/April 2007)

Geschichte des österreichischen Pavillons an der Biennale in Venedig (Feuilleton März/April 2007)Geschichte des österreichischen Pavillons an der Biennale in Venedig (Feuilleton März/April 2007)
Mitten im Volkspark, den „Giardini“ am nord-östlichen Stadtrand von Venedig, steht ein karges weißes Gebäude. Von November bis Juni bleibt es hermetisch verschlossen. Er ist eine Mischung von Lagerhaus (ähnlich gestaltete Schiffsgaragen befinden sich in unmittelbarer Nachbarschaft) und Architekturdenkmal. Die Fassade weist waagrechte Wellen auf. Sie ist in reinem Weiß gestrichen. Darüber befindet sich eine rundum verlaufende Fensterreihe. Ein kleines rotes Zeichen ist am linken Rand des Gebäudes zu sehen. In geometrischen Buchstaben einer modernistischen Schrift aus dem Umfeld der „Wiener Werkstätte“ der dreißiger Jahre steht: „AUSTRIA“.
Dieser österreichische Pavillon der Biennale von Venedig wurde 1934 nach Plänen von Josef Hoffmann errichtet, einem der Gründer der Wiener Secession (1897). Er ist das österreichische Ausstellungsgebäude des 20. Jahrhunderts, das die meisten dauerhaften Auswirkungen auf das Ansehen und den Werdegang von bildenden Künstlern hatte.
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Norman Rosenthal über Herbert Brandl

"Landschaftsmalerei, die auf abstrakte Prinzipien zurückgeht, die Stimmung durch die mit der Kraft eines Sturmes ganz von alleine über die Leinwand fegenden Farben erzeugt.
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Reminder: Akkreditierung für die Eröffnungstage

Achtung !! Anmeldefrist ist der 30. April 2007 !!

Nachfolgend finden Sie den Link zum Pressebüro der Biennale und den Link zur Akkreditierung.