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Interview mit Herbert Brandl (Mai 2007)

Sehr geehrte Damen und Herren,

Wir möchten Sie hiermit auf unsere Pressekonferenz zum österreichischen
Biennale-Beitrag hinweisen, die am Freitag, dem 8. Juni 2007, um 15.30 Uhr
im österreichischen Biennale-Pavillon stattfinden wird.

In den letzten Wochen wurde der österreichische Pavillon in Venedig für die
Ausstellung der Bilder von Herbert Brandl vorbereitet, wobei einige markante
Modifikationen gesetzt wurden, die zum Teil auch Proportionen und
Raumverhältnisse aus der Zeit von Josef Hoffmann, dem Architekten des Pavillons,
wiederherstellen. Die Ausstellung selbst wird im Verlauf des Monats Mai
fertiggestellt.

Beiliegend finden Sie ein Gespräch mit Herbert Brandl über seine
bevorstehende Ausstellung im österreichischen Pavillon der Biennale von
Venedig, das ich in den letzten Tagen mit dem Künstler führte.

Dieser Text ist zur Verwendung in Zitatform frei. Längere Zitate und der
Abdruck des gesamten Textes bedarf unserer Zustimmung. Bitte wenden Sie sich
in diesen Fällen an unsere Pressechefin, Angelika Leu-Barthel,
presse@biennale07.at oder +49-40-32 10 32 50.

Für Rücksprachen stehen wir Ihnen selbstverständlich jederzeit zur
Verfügung.

Mit besten Grüßen,

Robert Fleck
Kommissär des österreichischen Beitrags an der 52. Internationalen
Kunstausstellung der Biennale von Venedig


Interview mit Herbert Brandl (Mai 2007)

Robert Fleck: Unter Deinen Bildern für Venedig ist ein abstraktes Gemälde mit einer „verrückten“ Farbkombination: rot, gelb und violett. Es erinnert mich an einen Sonnenuntergang. Ist eine solche Interpretation erlaubt?

Herbert Brandl: Es ist ein Sonnenaufgang. (Lachen) Morgenröte.

RF: Du siehst Dir vor dem Malen oft Fotos an. Gab es auch hier eine Anregung?

HB: Ja. Es waren allerdings Fotos von einem Sonnenuntergang. Das Bild wurde dann beim Malen zu einem Sonnenaufgang. Die Fotos entstanden im Norden von Lanzarrotte, von einer Steilklippe, auf das Meer hinaus. Es hat mich immer wieder gereizt, diese Fotos zu verarbeiten. Ich habe sie aber natürlich nicht abgemalt. Das ist wie aus dem Augenwinkel gesehen.
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