www.biennale07.at
Video Eröffnung Österreichischer Pavillon :: Fotos der Previewtage :: Pressespiegel

Liebe Kunstfreunde,

Die Einzelausstellung von Herbert Brandl im österreichischen Pavillon an der 52. Internationalen Kunstausstellung der Biennale von Venedig wurde am 8. Juni in Gegenwart des Bundespräsidenten und des Bundeskanzler sowie zahlreiche Minister eröffnet. Sowohl in den Previewtagen als auch seit der Publikumseröffnung am 10. Juni haben uns und den Künstler unzählige Stimmen und Rückmeldungen von Besuchern wie der Fachwelt erreicht. Wir möchten uns dafür ganz herzlich bedanken und laden Sie ein, auf unserer Webseite www.biennale07.at entweder einen Einblick in die Ausstellung (mit Installationsansichten im und um den Pavillon), oder auch einen Nachklang der Eröffnungstage wahrzunehmen. Sie finden darauf ebenso eine filmische Reportage des Teams von Braintrust wie Fotos aus den Voreröffnungstagen, der Werke und der einzelnen Säle des Pavillons, neben einem Pressespiegel mit den entsprechenden Links und einen Einblick in den bei Hatje Cantz erschienenen Katalog.

Herbert Brandl hat mit dem in Venedig gezeigten Ensemble aus 13 großformatigen Gemälden eine gewichtiges Statement zur Malerei in diesen frühen 2000er Jahren geschaffen, das bereits bei der Voreröffnung auf markantes Interesse der Fachwelt wie beim interessiertem Publikum stieß. Brandls dynamisch höchst aufgeladene Bilder bewegen sich bewusst auf einem schmalen Grad zwischen reiner Abstraktion und Gegenständlichkeit. Auf ungeplante, aber durchaus sinnträchtige Weise handelt es sich um eines der ganz wenigen Malerei-Ensembles in den Grossausstellungen dieses europäischen Kunstsommers, ja sogar um den einzigen frei bzw. “malerisch” gemalten Beitrag in Venedig, Kassel und Münster - abgesehen von Georg Baselitz’ Hommage an Emilio Vedova, die mehr oder weniger zufällig in unmittelbarer Nähe des österreichischen Pavillons in Venedig gezeigt wird.

Herbert Brandls Einzelausstellung im österreichischen Pavillon war niemals als Behauptung für die Malerei und gegen ein anderes Medium angelegt. Bei eingehender Betrachtung wird auch deutlich, wie sehr gerade diese speziell für Venedig gemalten Bilder von Herbert Brandl in besonders intensiver Weise die visuellen Erfahrungen thematisieren, die jeder heute täglich im Umgang mit Bildschirmen und elektronischen Bildformen macht. Brandls großformatige Gemälde im Pavillon treten in einen engen Dialog mit den großen Videoscreens und Projektionen, die den Besucher in anderen Länderpavillons in Venedig ansprechen. Sie stehen in einem engen Dialog mit der sie in Venedig umgebenden, weitgehend medienbasierten Kunst. Zugleich aber macht diese Malerei in ihrer Nachbarschaft mit den ausstellungskünstlerischen Formen der diesjährigen Biennale vieles von den Mechanismen gegenwärtiger Großausstellungen sichtbar, die auch an sich zu diskutieren sind.

Brandls Bilder für Venedig sind aber nicht funktional zu sehen, sondern ein starkes Stück Malerei, was auch das breite Echo der Voreröffnungs- und Ausstellungstage erklärt. Das besondere Potential der Länderpavillons in Venedig, einzelne Künstlerinnen und Künstler manchmal zu erinnerungswürdigen Bestleistungen zu führen, wurde von Herbert Brandl zu einer intensiven Serie genützt, die nicht nur in seinem Werk einen bleibenden Ort einnehmen wird. Hält man sich länger in diesem Pavillon auf und geht man auf die längere Zeitlichkeit der Malerei ein, so öffnen sich nicht nur immer neue Raumschichten und Kräfte, die die Bilder durchqueren und von ihnen sichtbar gemacht werden. Die Bilder erweisen sich auch als große Malerei, die mit den vielen Beispielen wichtiger Malerei, welche die Geschichte der Biennale von Venedig in einer Art “imaginärem Museum” durchziehen, durchaus gleichberechtigt mithalten. Herbert Brandls Biennale-Pavillon steht als malerisches Statement und Ensemble für sich. Das Projekt hat allen Beteiligten großen Spaß gemacht und wir hoffen, dass sich dies auf den Betrachter überträgt.

Die 52. Internationale Kunstausstellung der Biennale von Venedig ist noch bis zum 21. November zu sehen.

Mit freundlichen Grüßen,

Robert Fleck
Kommissär des österreichischen Beitrags 2007


Video Eröffnung Österreichischer Pavillon

Video-Reportage von der Eröffnung der Ausstellung von Herbert Brandl im Österreichischen Pavillon und den Previewtagen der Biennale Venedig 2007
Dauer 1:21 Min. © Thomas Stern, Braintrust GmbH, Wien
 mehr



Fotos der Previewtage

Hier finden Sie eine kleine Auswahl an Fotos der Gäste und Besucher der Previewtage:
 mehr



Pressespiegel

In dieser Auflistung finden Sie einige Links zu Artikeln, in denen über den Österreichischen Pavillon der 52. Kunstausstellung der Biennale von Venedig berichtet wird.

Die Liste hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Für Hinweise auf weitere Artikel sind wir dankbar.
 mehr